PS.: zur Schallpegelmessung !
Emissionsmessung = Messung beim Modell max. 84dB(A)/7m
Imissionsmessung = Messung direkt am Ort des Gestörten max.55dBA (seit März 2000 gültig-Sportanlagenlärmschutzverordnung)
Die Extra wurde/musste von amtlicherseite gemessen werden. Es ergaben die Emissionswerte auf 7m Entfernung: seitlich: 76-77dB(A); vorne 84,00dB(A); hinten 78dB(A)! Leider war es NICHT windstill. Die Imissionsmessung in ca. 1200m Entfernung ergab KEINE messbaren Ergebnisse! War auch klar, das der max. Wert von 84dB(A) (Emission), obwohl es die seitlichen Werte von 76-77dB(A) hätten sein müssen, nicht überschritten wurden und die Dämpfung der Umgebung auf 1200m Entfernung einen Wert um 39dB(A) ergeben würde, weil die Umweltgeräusche am Ort der Imissionsmessung weit höher waren.
Hier Auszüge aus dem FMT Buch (Grosse Modellmotoren):
"Der Schallpegel nimmt bei Verdoppelung der Entfernung um mindestens 6Dezibel ab. Ein 84 dB(A)/7m Motormodell unterschreitet die zulässigen Imissionswerte für Wohngebiete bereits in 400 Meter Entfernung!"
Anmerkung: in 1000m Entfernung (84dB(A)/7m) sind es 40dB(A) dies entspricht Zimmerlautstärke. In 1500m 37dBA, dies entspricht einem Bibliothekleseraum! Einige Menschen empfinden auch jede Art von "Fremdgeräusch" als störend. Hierzu kann es auch die Musik... anderer Menschen sein. Wird dann eine Imissionmessung gemacht (also am Ort des Gestörten) kann man ein Motormodell nicht mehr messen, weil die Umweldgeräusche höher sind als die Geräusche eines Motormodelles. In den Pausen der Umweltgeräusche (kein Auto fährt, kein Vogel singt...) kann man unter Umständen das Motorengeräusch hören und man empfindet es dann als störend. Obwohl man Werte von 37-40dB(A) messen würde (wenn überhaupt)!
"Überdies ist es dann nicht verwunderlich, wenn bei Imisionsmessungen das fliegende Modell nicht mehr meßbar ist, weil schon Vögelzwitschern, Sprechen oder Getreiderauschen lauter sind!"
Es gibt in den Modellbaufachzeitschriften viele Berichte über Modellflugzeuge, aber machmal hat man das Gefühl das diese Berichte doch mehr für die Fachgeschäfte geschrieben sind und einem das blaue vom Himmel holen. Baut man mal ein getestetes Modell selber nach und vergleicht dann die Erfahrungen dann merkt man das es doch unterschiedliche Meinungen gibt. Diese gehen leider nicht immer zuguntsen des Modelles aus. Hier mal ein ungeschminkter Bericht über den Bau und das Fliegen eines F3A-X Kunstflugmodelles Extra 300L.

Nachdem ich mehrere Jahre verschiedene kleinere Verbrennermodelle geflogen habe mußte einfach mal was ganz anderes her. Die Maschinen der Extra Serie haben mich da schon immer sehr fasziniert. Nur hat mich der gesamte Anschaffungspreis etwas zögern lassen. Ich habe mir also erst mal Appetit auf diversen Flugtagen und F3A-X Wettbewerben über das Jahr 1998 geholt. Was folgte waren Studien der Modellbauzeitschriften und schließlich Anrufe bei den drei führenden Modellbauherstellern von F3A-X Modellen. Den Zuschlag hat dann die Firma Lagemann in Emsdetten bekommen. Ich möchte hier auch erwähnen warum, ohne irgend eine Werbung zu machen, aber die Zuvorkommenheit von Herrn Lagemann hat mich einfach fasziniert. Schon vor dem Kauf machte ich klar das ich in der Großfliegerei ein Anfänger sei und das Modell dementsprechend auch ausgelegt sein müsse. Er hat mir dann auch sehr ausdauert alle meine Fragen ausführlich beantwortet und auch noch so den ein und anderen Tip gegeben. Nun nach einem Tag Überlegzeit habe ich dann schließlich eine Extra300L mit 2,40m Spannweite, ZG62 mit Hydromount und Krummscheid Resorohr bei ihm bestellt.
Als Lieferzeit gab er mir ca. 4 Wochen an und wirklich in der 5 Woche konnte ich mir die Maschine abholen. Und auch hier wieder die Kundenfreuntlichkeit der Firma Lagemann, ich konnte die Maschine am Sonntagvormittag aus seiner Werkstatt abholen und so noch persönlich mit ihm das eine und andere klären. Über die Qualität der GFK Teile brauche ich wohl nichts mehr zu sagen außer: absolute Spitzenklasse.
Da mir die Gesamtkosten aber doch einfach zu hoch waren hatte ich mich entschlossen den ZG62 mit Zubehör ein paar Monate später zu kaufen. Der Rumpf wurde mir aber schon für den Einbau des Motors vorbereitet. Das Hydromountsystems war also schon entsprechend montiert und es gab keine Problem mehr mit dem Seitenzug und Sturz. Als Motorplatte verwendet Lagemann eine leichte mit Kohlebeschichtete Sperrholzplatte. Und als Befestigung für die Hydromountdämpfer sind fest im Motorspant ebenfalls Kohlehalter eingeharzt.
Bau
Da lagen nun alle Teile wie weiß eingefärbter GFK Rumpf, sehr sauber verschliefene Flächen, abnehmbares Höhenleitenwerk mit Alusteckung, GFK Fahrwerk mit Radverkleidung, GFK Seitenruder, GFK Motorhaube, klare Kabinenhaube vor mir. Als Bauanleitung gib es, leider, nur zwei DIN A4 Zettel mit Detailangaben des Seitenruders und der Fahrwerksaufnahme mit. Aber jeder hat eben seien eigenen Vorstellungen wie man so ein Modell aufbaut. Nur für einen Anfänger wären weitere Information die beim Bau auftreten, und sie treten auf, sehr hilfreich. Aber wie ich schon sagte Herr Lagemann sagte mir gleich man sollte ruhig bei Fragen ihn anrufen. Und das tat ich auch und mir wurde auch bei weiteren Problemen beim Bau geholfen. Auf meine Erfahrungen möchte ich hier eingehen und die Lösungen aufzeigen. Sicher wird der einen oder andere einen anderen Weg nehmen, aber bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Angefangen habe ich mit der Fahrwerksaufnahme. Diese besteht aus einem aus 4mm Pappelsperrholz mit zwei entsprechenden Längssteben die im Rumpfverklebt werden. Hier eines gleich vorweg. Da die F3A-X Klasse eine Modellgewicht von maximal 10kg zuläßt muß an allen Klebungen und an Material gespart werden. Das Harz also immer mit Microballons und Baumwollflocken eindicken. Gerade an der Fahrwerksaufnahme kann durch sehr genaues anpassen des Holzschachtes an den Rumpf und genaues dosieren des Harzes einiges an Gewicht gespart werden. Leider ist er bei etwas zu schwer geworden, da mein fertiges Modell leicht kopflastig wurde, aber davon später mehr. Nachdem der Schacht also fertig war wurde noch die Schlitze des GFK Fahrwerkes angezeichnet, ausgeschnitten und alles eingeharzt. Die Räder wurden mit den 8mm Radachsen der Firma Delro befestigt. Hier ist nur zu beachten das bei den zwei Aluachslagerungen in die äußere eine 4mm Gewinde für eine Madenschraube geschnitten wird, damit die Radachse hier bei etwas härteren Landungen festgehalten wird.
Was nun folgt war leider nicht so gut, aber Fehler kommen vor. Ich baute erst die Steckungen des Höhenleitwerkes ein. Und wollte dann die Flächensteckung einbauten. Ein fataler Fehler! Es muß immer zuerst die Flächensteckung eingebaut werden. Sitzt dann die Fläche genau am Rumpf wird danach die Steckung des Höhenleitwerkes eingeharzt. Warum? Ganz einfach, weil das Höhenleitwerk nach der Hauptfläche ausgerichtet werden muß und es nur so in dieser Reihenfolge geht. Und alles ohne Meßmittel nur durch das rüberpeilen mir den Augen indem man die Endleiste der Fläche mit denen des Höhenleitwerkes in Deckung bringt. Natürlich habe ich danach alles noch mal mit einem Höhenanreißer überprüft. Auch die EWD hatte ich damit überprüft und mußte , zur Freude, feststellen das sie mit den Herstellerangaben genau übereinstimmte.
Was nun folgte waren das Ausschneiden der Querruderklappen und Verkasten mit ausgesuchten leichten Balsaholz. Nachdem auch die Höhenruder verkastet waren wurden die Ruderhörner aus Novatex in entsprechende Balsaklötzchen eingehartzt. Dazu an der entsprechenden Stelle der Quer bzw. Höhenruder die Beplankung ausschneiden und das Styropur bis auf die obere Beplankung raus holen. Zu besseren Verbindung wurde in den Ruderhörner noch 3mm Löcher gebohrt, damit sich diese mit dem Harz richtig im Holz verkeilen können. Zum Schluß noch die Schlitze für die Ruderscharniere von Kavan einbringen und auch diese mit Harz einkleben. Es sollten pro Höhen-Querruderblatt 4Stück verwendet werden. Die Gelenke werden vor dem Einharzen mit Trennmittel gut eingestrichen und die Laschen mit Schleifpapier gut aufgerauht. Dann sollte es keine Probleme beim einkleben geben und die Verbindung hat bei mir in allen Situationen gehalten. Eine Verstiftung habe ich nicht.
Zum Schluss erfolgte noch der Anbau des ZG62 mit Tunnel und Resorohr, diese Arbeiten waren relativ schnell erledigt da die Motorbefestigung schon von Lagemann am Modell angebracht wurde. Auch die Öffnungen für den Resotunnel waren fertig, sodass dieses nur noch eingeharzt werden mussten. Das Resorohr selbst wird mit drei Silikonstückchen, die mit Draht und einer Bandschelle um das Resorohr gezogen werden, zum Tunnel hin abgestützt. Nach dem Wellschlauch muss bei einer Hydomount Befestigung das Resorohr unbedingt noch abgefangen werden. Sonst wird es an dieser Stelle durch gegenseitige Schwingungen abreissen. Hierzu habe ich mich an die Angaben von Krummscheid gehalten und einen Stern aus Novatex genommen, den ich mit Silikonstücken zwischen den Tunnel geklebt habe. Dies hat bislang allen Belastungen Stand gehalten. Um den genauen Spinnerabstand zur Motorhaube zu bekommen musste der Motor mit 12mm Abstand auf der Kohleplatte des Hydromount`s montiert werden. Hierzu hatte ich mir eine Holzscheibe angefertigt, was leider nicht so ideal war da diese Scheibe doch nachgegeben hatte. Aber dazu mehr zum Schluss.
Die RC Komponenten montierte ich auf eine 4mm Sperrholzplatte die ich zwischen die Rumpfseitenwände geharzt habe. Zu beachten ist da nur das daß Gasgestänge aus Kunststoff besteht, damit von der Zündung keine Störimpulse zum Empfänger gelangen. Sämtliche anderen Gestänge wurden aus 2,5mm Stahldraht, wo ich Gewinde raufgeschnitten habe, angefertigt. Hier habe ich dann 2,5mm Metallgabelköpfe von MPX verwendet. Aufpassen muss man nur bei dem 2,5mm Stahldraht damit dieser auch wirklich die richtige Stärke hat. Ich habe diese von der Firma Vario genommen. Nun musste nur noch das Tankproblem gelöst werden. Es musste eben Gewicht gespart werden. Hier blieb dann ein 750ml Tank der Firma Beckerflug übrig (45g). Diese wurde mit Hylomar-M zischen zwei 5mm Alu Rohren, die durch zwei Holzleisten gehalten werden, im Rumpf befestigt.
Die Verdrehsicherheit erfolgte durch Bandschellen und Silikon. Leider erwies sich diese Tank nicht als Benzindicht. Auch der Verschluss drehte sich durch die Vibration des Motors im Leerlauf los. Es erfolgte ein erneuter Einbau wie beschrieben, mit dem Unterschied das nun die drei Tankanschlüsse im Deckel auf einem Holzspant liegen. Nun kann sich der Deckel nicht mehr los drehen. Nur mit die Dichtheit des Tank direkt am Deckel ist leider immer noch nicht so wie sie sein soll. Leichte Spuren von Benzin. Vielleicht doch den Tank der Firma Delro nehmen, nur ist dieser 30g schwerer. Sämtliche Spritschläuche stellte ist aus Tyhon her und sicherte sie mit Schlauchbinder aus Metall.
So nun erfolgte nur noch das Finish durch 2Klack und Aufkleber und Designsymbole mit dem PC Programm Corel Draw erstellt. Die mit einem Schneideplotter auf entsprechender Folie ausgeschnitten wurden. Die langen blauen Querstreifen und die Flächen wurden mit Oracover Klebefolie ausgeschnitten. Die Flächen wurden zuvor mit Schnellschliffgrund eingestrichen und kurz übergeschliffen, dies ergibt eine etwas festere Oberflächen. Dies geht aber nur mit der Klebefolie. Nun noch mit dem Empfängerakku von 1,8Ah den Schwerpunkt auswiegen. Dazu wurde in die Flächenanformung im Rumpf 2 Löcher gebohrt die die Maschine mit quer durch den Rumpf gezogenen Nylonschnur an die Decke gehängt. Leider muss der Akku hinter die Kabinenhaube auf einem Sperrholzbrett mit entsprechendem Schaumstoff gesetzt werden, vorne durch das Fahrwerk etwas zu schwer. Aber der Schwerpunkt wurde wie von Lagemann gewählt. Um es vorweg zu nehmen: er stimmte. So das war es nun, nun kam die Waage dran: 9,92kg! Na also F3A-X tauglich.
Fliegen
Nachdem alles Einstellungen und Ruderausschläge nach den Angaben von Lagemann überprüft und eingestellt wurden, ging es endlich nach einem halben Jahr Bauzeit ein einem leider nicht ganz freundlichen Tag auf unseren Modellflugplatz zum einfliegen. Da stand sie nun im voller Pracht und Schönheit. Nachdem mit Hilfe eines Vereinskollegen der ZG62 eingestellt wurde und der Reichweitentest zu voller Zufriedenheit erfolgt ist, ging es mit doch leicht wackeligen Beinen an den Erstflug. Gas voll rein, Tendenz nach links mit Seitenruder korrigiert und nach ca. 30Meter leicht Höhenruder gezogen und schon war sie oben. Erstmal Sicherheitshöhe und noch leicht Querruder nach recht getrimmt das war alles. Es folgten Platzüberflüge und Abreistest. Die Kiste war einfach nicht zum abreissen zu bewegen. Sie neigt nur etwas den Kopf und nahm Fahrt auf, das war alles. Nach ein paar Runden folge dann die Landung die ohne Probleme erfolgte. Man muss sich nur an den doch sehr leisen Leerlauf des ZG62gewöhnen, dann ist die Maschine mit leicht gezogenem Höhenruder in niedriger Höhe sehr schön an den Platz heran zu ziehen um dann mit nicht zu geringer Fahrt aufzusetzen. Macht man sie zu langsam sackt sie durch und das Höhenruder zeigt nur noch geringe Wirkung und es erfolgen unschöne Hüpfer. Ich stellte dann noch die Querruder ca. 1cm nach oben , was die Landung doch erleichterte. Auf das Höhenruder habe ich noch 35% Expo gegeben. Sonst war die Kiste auf Höhenruder doch sehr empfindlich. Diese Erfahrungen machten auch andere F3A-X Piloten. Nachdem ich in der Werkstatt den Motorseitenzug leicht vergrößert hatte erfolgten die weiteren Start ohne Ausbrechen. Über die Kunstflugeigenschaften möchte ich hier nichts weiter schreiben, da ich in diesem Bereich noch Anfänger bin und ich mich erst in diese Klasse einarbeiten muss. Aber als ich die Maschine mal in die Hände eines erfahrenen Kunstflugpiloten ,sprich Klaus Dettmer, gegeben hatte, sah ich was doch alles mit dieser Maschine und mit welcher Präzision anzustellen ist.
Sehr interessant ist auch das Abreissverhalten. Macht man das Modell langsam nimmt sie nur die Nase nach unten und geht in den Sackflug über, sie kippt aber nicht sofort über die Fläche ab. Ein Verhalten was man auch bei der Landung bemerken kann. Auf der einen Seite sehr gutmütig wenn man sie langsam macht, weil sie eben nicht sofort über die Fläche abkippt. Auf der anderen Seite aber sollte man sie bei der Landung nicht zu langsam machen damit sie nicht plötzlich in einen zu starken Sackflug über geht. Dann folgen nämlich, setzt man sie damit, auf die erwähnten Hüpfer. Hier es einfach mit Zwischengas zu arbeiten. Evtl. dann kurz vor dem Aufsetzen wieder etwas Gas rein. Jaja so geht es auch, aber bei NULL WIND?! Da wird sie evtl. wieder schneller. Und unser Platz ist nicht so gross. Dazu mehr unten...
Noch ein Punkt den alles Hasen wohl wissen aber einen Anfänger doch Rätsel aufgeben kann. Den Motor eines solchen Modelles muß man immer nur mit angesteckten Flächen anwerfen, ansonsten sind die Vibrationen zu groß. Das Ende des Krümmerrohres wo der Teflonschlauch aufgesteckt wird, unbedingt mit einer Rohzange etwas aufweiten oder mit einem Rohrschneider oder Feile Nuten einschneiden, so wie auf den Stutzen des Krummscheid Resorohres. Das Teflonstück unter Wärmezufuhr mit einem Heissluftföhn auf den Krümmer schieben und mit den Klemmschellen sichern, bitte keine verstellbaren Rohrschellen. Hierdurch ist die einwandfreien Verbindung von Krümmer mit dem Resorohr sichergestellt.
Nachdem ich die Maschine nun über 9 Wochen geflogen habe konnte ich keine schwerwiegenden Probleme feststellen. Nachdem auch das Resorohr wie beschrieben befestigt wurde, hielt auch dieses allen Belastungen stand. Auch die Motoraufhängung hielt selbst gerissenen Figuren stand. Allerdings musste ich die M6 Motorbefestigungschrauben aus Alu gegen welche aus Stahl auswechseln, weil zwei der Aluschrauben abgeschert waren. Dies war allerdings auf eine Landung am Platzende mit Wiese zurückzuführen. Hier sind sie wahrscheinlich abgeschert. Die Motorabstandshalter hatte ich aus Holz angefertigt was sich leider auch nicht als günstig erwiesen hat, weil das Holz doch nachgegeben hat. Auch hier zeigte sich mal wieder das Zuvorkommen von Herrn Lagemann, denn er hatte mir im Zusammenhang mit einer Bestellung kostenlos Aluabstandshalter für den Motor mitgeschickt. Nun kam nochmal die Waage dran: 9,98kg ....na ja immer noch unter 10kg. Beim gedrosselten Motor hörte man ab einer bestimmten Stellung immer ein merkwürdiges "Klappern", dies stellte sich als ein anschlagen des Motors an die untere Kante der Motorhaube fest. Also mit Feile direkt unter der Motoraches etwas weggefeilt und das "Klappern" war weg. Ich wollte damit nur sagen des die Auslenkungen des Hydro Mounts, im gedrosselten Zustand, nicht unerheblich sind.
Nun passierte fast am letzten Tag der Saison 1999 noch folgendes: der Motor lief nur noch mit Easystart. Warum? Kurze Suche an der Zündung ergab. Es war ein Kabel gebrochen und die anderen angebrochen! Ich hatte die Kabel zu stark direkt nach dem Schrumpfschläuchen umgebogen. Mit der Zeit und den Vibrationen nun scheuerten sich die Kabel an den Kanten des Schrumpfschlauches durch. Also alles neu verlegt und nicht mehr so eng.
Was nun noch bleibt ist üben, üben und üben. Jedenfalls hat sich all die Mühe gelohnt und ich kann jeden der sich für diese Maschine interessiert nur empfehlen den gleichen Weg wie ich einzuschlagen.
Messungen mit einem geeichten Schallpegelmeßgerät ergaben 80dBa (seitlich vom Modell/7m)!!!!! Ein Lob auf das Hydromount!!!!
Erneutes wiegen am Ende der Saison ergab 10,15kg (durch diverse Änderungen an der Befestigung des Motors, wie Stahlschrauben und Abstandshalter aus ALu) aber der ZG62 schafft dies alles!
Beim ersten Laufen lassen in der Saison 2000 ergab sich folgendes Problem. Der Motor wollte einfach nicht anspringen. Was war los? Es wurde kein Sprit angesaugt. Nach Überprüfung der Tankanlage, die in Ordnung war, vermutete ein Vereinskollege das es die Membrampunpe des ZG62 sein könnte. Sie war über die Wintermonate trocken geworden und saugte nicht mehr. Also Vergaser direkt an die Handpumpe vom Benzinkanister und stark gepumpt bis Sprit aus dem Vergaser lief. Dann erneutes anlassen und nach eienr gewissen Zeit lief dann der Motor so wie immer. Man muss es einfach nur wissen.
Nun nach oder noch in der Saison 2001: leider, durch einen "lieben" Mitbürger, konnten wir erst seit Ende Juli wieder fliegen. Also Sprit in der Vergaser, ansaugen und Motor sprang erst nicht an. Membrane halt trocken, wie jedes Jahr ;-)
Kurz zum Fliegen (aus meiner Sicht)
Rücken: leicht an drücken, also SP soweit OK. Messerflug mit nicht soviel Seite und Höhe korrigieren OK. Turn oben kurzer Gasstoss, dann kommt sie. Gerissene Rolle, kurzes nachdrehen. Wenn dies mit wenig Gas stattfindet, leichtes Stottern des Motors, geht aber nicht aus. Landung ÜBEN ÜBEN... man traut sich nicht die Kiste langsam zu machen, aber es geht ohne Abriss, jedenfalls evtl. nur ein durchsacken und Hüpfer. Mit Gegenwind ist es einfacher. Sonst keine technischen Probleme!!!! Sie ist nun aus der Testphase raus. OK, Verschleiss, wie das Spornrad (M4 Schraube) und die Spornradhalterung ist OK...Und die Radkappen (nach Hüpfern) mal nachbessern ;-)
Nun nicht lachen, aber jeder hat da so seine Erfahrungen. Mich nervten die Hüpfer bei der Landung. Vor allem bei wenig oder keinen Gegenwind. Also ich hole weit 100m...zum Landen aus, versuche sehr niedrig unter 1m runter zu kommen, weit runter drosseln und Nase leicht nach oben um die Fahrt rauszubekommen.. Und dann am Platzanfang, Motor aus, kurz vor dem Aufsetzen leicht Höhe ziehen und NUN damit es nicht hüpft: KEINE HÖHE MEHR ZIEHEN (früher hatte ich immer Höhe gehalten und dann Montag, Dienstag...) Es geht immer öfter und besser ;-) Modell bleibt am Boden haften und rollt aus. Nun dies mal bei Wind probieren, dann aber mit Motor an lassen.
Es habe auf diversen Wettbewerben so einige EA`s gesehen die gehüpft sind...
Saison 2002:
Einen Motoraussteller in der Luft, man hat die Extra einen Gleitflug! Neue Kerze rein, alles OK.
Plötzlich liess sich der Motor nicht mehr abstellen und hatte auch einen hohen Leerlauf (26Grad Luft). Kunststoffbowdenzug für die Drossel, Metall soll Störungen durch die Zündng zum Empfänger leiten. Der erhöhte Leerlauf kann also eine Längenausdehnung des Bowdenzuges sein.
Bowdenzug mit der Hand gezogen, Motor lief weiter. Gerhard Reinsch angerufen: "Ist die Leerlaufanschlagschraube draussen...". Das war es, Schraube raus und der Motor liess sich wieder abstellen.
Saison 2003:
Keine Probleme! Ritual....Haube ab, Sprit in Vergaser pumpen ...Motor lief wieder nach Winterschlaf.
Saison 2004:
wie gehabt...Haube ab, Sprit .... u.s.w. Ein 9202 Servo muss gewechselt werden ("Poti-zittern")
Kabelbruch an der Zündung des ZG62. Direkt nach der Crimpung des einen Kabels. KFZ Steckverbinder deshalb raus und Kabel direkt verlötet.
Ausstattung
Quer/Höhe je 2 Stück Servos Futaba 9202 5kg
Seite Futaba 9204 9,5kg
Gas Graupner 4041
1,8Ah Akku 4Zellen
SPCM Graupner RX
ETS1 Schalter ( Doppelte RX Anschlüsse und elktr. Schalter) geht sehr gut!
Motor ZG62, Krummscheid Resorohr
Tank 750ml
Castrol TTS ÖL 1:50 , nun Castrol Racing RS
20*12" 3BLatt Kohle von Fuchs
Daten
EA300 L
Spannweite : 2400mm
Länge ges. : 2060mm
Gewicht flugfertig: 10,15kg
Stand 1/2006
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