Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

eit der Gründung im Jahre 1865 wird die DGzRS ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen finanziert. Lediglich nach dem 2. Weltkrieg musste für 4 Jahre staatliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Dieses Geld wurde jedoch einige Jahre später an den Staat zurückgezahlt. Auf staatliche Zuschüsse wird bei der DGzRS ganz bewusst verzichtet, da das Rettungswerk eine "Organisation vom Volk fürs Volk" ist. Im Jahr 2002 betrug das Spendenaufkommen ca. 16,7 Millionen Euro. Der Hauptteil des Geldes wird durch Mitgliedsbeiträge gedeckt. Allein durch das bekannte Sammelschiffchen erhält die DGzRS im Jahr ca. 1 Millionen Euro.
Hier ist geplant, den Bau des Seenotrettungskreuzers Adolph Bermpohl, M 1:22, von der Firma Graupner zu kommentieren.

Foto: Fa.Graupner
Bau
Der Vegesacker Navigationslehrer Adolph Bermpohl (1833-1887) rief 1860, nach der Strandung der Brigg "Alliance" vor Borkum, zur Gründung eines nationalen Rettungswerkes auf. Seine Artikel in verschiedenen norddeutschen Zeitungen führten schließlich zur Bildung des "Bremischen Vereins zur Rettung Schiffbrüchiger" im Jahr 1863. Bermpohl gilt als einer der Wegbereiter der DGzRS, der ganz entscheidend zur Gründung des Rettungswerkes am 29. Mai 1865 beigetragen hat. 1965, anlässlich ihres 100jährigen Jubiläums, stellte die DGzRS den 26-m-Kreuzer-Neubau ADOLPH BERMPOHL auf Helgoland in Dienst. Das Tochterboot erhielt den Namen VEGESACK nach der Wirkungsstätte Bermpohls zur Zeit seiner Initiativen für das Rettungswerk.
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26m Klasse: (1993 ausgemustert)
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Länge 26,60m Breite 5,60m Tiefgang 1,80m 2400PS 19 Knoten |
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Adolph Bermpohl
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Bauwerft: Abeking und Rasmussen, Lemwerder
Indienststellung: 1965
1965 stationiert auf Helgoland
23.02.1967 bei einem tragischen Unglück kam die gesamte Besatzung (Paul Denker, Hans-Jürgen Kratschke, Otto Schülke und Günter Kuchenbecker) vor Helgoland ums Leben, lediglich der Kreuzer überstand dieses Unglück fast unbeschädigt.
Danach erfolgte ein Umbau und weitere folgten.
1979 stationiert in List/Sylt
1989 wurde die Bermpohl an den finnischen Rettungsdienst verkauft, sie erhielt den Namen Russarö.


Quelle
2001 wurde das Schiff verschrottet. (Quelle: DGzRS Intern 6/2002, Mitgliederbereich)
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Georg Breusing
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Stationiert auf Borkum
Am 23.12.1988 übergeben an dem privaten Emder Förderverein »Förderkreis Rettungskreuzer "Georg Breusing" e.V.« und als Museumsschiff zu besuchen.
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Arwed Emminghaus
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1965 stationiert in Cuxhaven
1985 stationiert in Grömitz
Wurde1993 an den isländischen Rettungsdienst verkauft und versieht dort bis heute unter dem Namen Hannes Hafstein seinen Dienst.
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Aber bevor es mit dem Bau los geht, gilt es Informationen zu sammeln. Erste Anlaufstelle ist die DGzRS in Bremen. Hier bekommt man Baupläne diverser Schiffe und auch die Farbkarte. Mir wurde schon gegen eine kleine Spende die Farbkarte und die Liste sämtlicher Modellbaupläne zugeschickt.
Wer sich jetzt fragt, warum ich die RAL Töne nicht nenne?
Ich bin der Meinung wer ein solches Schiff der DGzRS baut, wo die Einrichtung sich nur durch freiwillige Zuwendungen finanziert und alle Einsätze auch mit dem Leben der Seenotretter stattfinden, der sollte sich immer als erstes mit denen in Verbindung setzen. Und eine Spende die fällt doch auch im Rahmen eines solchen Projektes nicht weiter ins Gewicht. Man freut sich über jeden gespendeten Euro. Denkt aber auch dran, dieser Euro kann auch Euch mal retten!
Deshalb, man sollte sich mit der Geschichte der DGzRS und der Adolph Bermpohl auseinandersetzen. Es ist spannend, informative und es macht Spass!
Den entsprechen Plan der Georg Breusing, bei der DGzRS in Bremen zu bekommen, entspricht bis auf den offenen Fahrstand der Adolph Bermpohl, bestellt. Er soll nur die Pläne der Firma Graupner mit unterstützen.
Was sich auch lohnt, das ist der Besuch der Georg Breusing in Emden. Hier ist es als Museumsschif zu besuchen. Man könnte die Breusing als Vorbild für die Bermpohl nehmen, allerdings sind doch so einige Details anders. Die neuen Eigner haben sich bei unserem Besuch als sehr freundlich und informative gegeben. Es wurden alle unserer Fragen sehr ausführlich und ausdauernt beantwortet. Auch bekommt man dort gutes Informationsmaterial wie Postkarten und einen Längsschnitt der Breusing, natürlich freut man sich auch hier über eine kleine Spende. Denn die Georg Breusing bekommt keine staatlichen Zuschüsse und wird rein ehrenamtlich und durch Spenden finanziert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise
April - Oktober 10.00 Uhr - 13.00 Uhr
täglich 15.00 Uhr - 17.00 Uhr
Erwachsene: 2,00 Euro
Kinder/Jugendliche: 0,50 Euro
Maschinenlauf jeden 1.Montag im Monat!
Der Rettungskreuzer ist während der Öffnungszeiten
über Tel.: 04921-20541 erreichbar
Zu anderen Zeiten: 04921-24044 - Fax: 04921-954810
Auch die Modellbauforen werden nach entsprechen Informationen abgesucht. Denn der Bau dieses umfangreichen Modelles erfordert viele Überlegungen...Heckklappe, Beibootaufnahmen, RC Einbau, Motore, dichte Ruderkoder-Stevenrohre...
Leider sind die Pläne der Firma Graupner in Bezug dieser Details nicht mehr auf dem aktuellen technischen Stand der Möglichkeiten und es soll diverse Probleme damit geben.
Detailfragen zur Adolph Bermpohl:
Wie ich gelesen habe wurde die Bermpohl nach den Unglück mehrmals umgebaut.
Hier sollte man mal die Schiff Modell 4/79,1/84 und 5/85 lesen. In diesen Heften wird auf den Umbau der Bermpohl und der Vegesack eingegangen.
Dort fand ich auch folgende zwei Bilder.
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Nach diesen Bildern werde ich die Bermpohl aufbauen.
Dies sind Bilder nach dem Unglück. Oberer geschlossener Fahrstand, die offene Kommandozentrale konnte durch eine Trennwand mit Fenstern und Schiebetür geschlossen werden. Noch alte Vegesack und Peilantenne oben am Mast! So wie im Graupner Baukasten!Vor den Unglück war sie wie in der Baualeitung lackiert, wie es direkt nach der Reperatur war weiss ich noch nicht. Unterlagen besagen aber das die Umlackierung 1979 gemacht wurde, also scheint sie doch nach der Reparatur die "alten" Farben gehabt zu haben.
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Hier Bilder vom Einsatz
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Ein Bild vor dem Unglück. Man beachte das Orange vom Schornstein, es geht bis zum Deck runter! Die Fundamente der Doppelkreuzpoller sind Oval und nicht wie im Graupner Baukasten Rechteckig
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| Hier ein Bild nach dem Unglück, der obere Fahrstand ist verschlossen, mit "alter" Vegesack, und noch alter Leckierung, alter Mast. Also ein Bauzustand wie beim Graupner Baukasten. |
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Hier auch ein Bild nach dem Unglück, mit "alter" Vegesack, aber schon neuem Mast und neuer Lackierung. Am Dach des oberen Fahrstandes erkennt man die 2 Fenster oben und das er hinten verschlossen ist. Auch hier sind die Fundamente der Doppelkreuzpoller Oval.
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Adolph Bermpohl auf Helgoland
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Diverse Änderungen an der Bermpohl:
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neue Lackierung
List/Sylt
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Hier eine Auflistung nach Jahren (Quellen diverses Zeitschriften, Internet...) keine Gewähr auf Richtigkeit.
| nach 1967 |
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1.Umbau, oberer Fahrstand zu und Trennwand. Noch "alter" Mast und Vegesack. |
| 1979 |
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Umlackierung. Leuchtrot, Dach blieb aber Orange, Aufbauten von Weiss auf Hellgrau |
| 1982 |
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Umbau Vegesack.Bermpohl- Nachrüstung der Scheinwerfer |
Peilantenne
Beim Graupner Modell und auch bei den Modellunterlagen der DGzRS ist die Peilantenne ganz oben am Mast.
Diese Antenne wurde aber später auf Höhe des Schornsteines versetzt.
(Der Mast der Georg Breusing ist total anders als der der Bermpohl)
Bugreling
Sie geht auch über den Wellenbrecher.
Das Bugschanzkleid wurde zum Deck hin abgestützt.
Oberer Fahrstand
Dieser war achtern verschlossen, mit zwei Fenstern und Tür. Im Dach befand sich ein Fenster.
Scheinwerfer
Nach dem Unglück wurde auf der Steuerbord Seite ein größerer Halogen Scheinwerfer montiert. Auf der Backbord Seite montierte man einen zweiten normalen Suchscheinwerfer.
Farbgebung
Nach dem Unglück:
Die orangen Stellen wurde in Leuchtrot lackiert!
Der Mastaufbau einschließlich der Rah bis zum Funkpeiler incl. Schutzkorb ist in Leuchtrot. Ausgenommen das Navigationsradar (grau) und die Spitzen des Funkpeiler (weiss).
Die vorher sandfarbigen Teile wurden Weiss gestrichen.
Der Schornstein wurde Weiss getrichen, anstatt das Orange.
Ganz interressant war auch die Auskunft vom Personal der Georg Breusing: das Leuchtrot ist sehr schwierig aufzubringen (gleichmässiger Farbauftrag), deshalb sollen Schiffe der DGzRS diese Farbe nicht mehrverwenden. Ob es allgemin so ist, ich weiss es nicht...
Das Museumschiff Georg Breusing wurde übrigens, seitdem es in Emden steht, aus Kostengründen nicht mehr in Leuchtrot lackiert!
Die Fundamente der Doppelkreuzpoller waren abgerundet.
Adolph Bermpohl
Helgoland
© Guido Dielen, 1975
Quelle: Internet
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Adolph Bermpohl
List/Sylt
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Emminghaus Peilantenne oben
Foto: DGzRS
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Emminghaus Peilantenne unten
Foto: DGzRS
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Adolph Bermpohl
Fahrstand zu + Peilantenne oben!
Foto:DGzRS
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Vegesack
Im Buch "Seenotkreuzer Adolph Bermpohl" Verlag Boyens fand ich folgendes Bild der Vegesack:
Dies ist ein Umbau nach dem Unglück. Das Vorschiff wurde erhöht und der Aufbau nach hinten verlängert und das Unterwasserschiff ist vorne schlanker geworden. (Beim Unterwasserschiff bin ich mir aber nicht mehr sicher - Angaben stammen aus einem Buch). Wollte man die Vegesack aus dem Graupner Baukasten verändern, muss also auch der Rumpf neu geformt werden. Was ich so für unmöglich halte. Nur den Aufbau, ohne Rumpf, zu ändern halte ich nicht für Scale.
Hier Pläne der Vegesack vor und nach dem Umbau. (Fotografien aus der Schiffsmodell 5/1985)
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SAR Treffen 2003 SMS-Seefalke
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Fotos: Burghard Gruszla
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Literatur:
VTH Verlag "Seenotrettungskreuzer als RC Funktionsmodelle" ISBN 3-88180-025-5 (wird leider nicht mehr gedruckt, also Ebay...)
Lornsen / Lemke.Seenotkreuzer Adolph Bermpohl. Verlag Boyens & Co, 1987 (Ebay,...)
Das Buch der DGzRS "...wir kommen" (Ein hervorragend gemachtes Buch über die Geschichte der DGzRS und alle DGzRS Einheiten bis 1996
Modellbauzeitschriften:
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Modellwerft: (VTH Verlag)
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Schiffsmodell: (VTH Verlag)
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1979/1 Seite 29
1985/2 Seite 167
1988/2 Seite 109
1989/4 Seite 272
1991/2 Seite 1,44
1992/2 MV Spezial
2002/4 Seite 46
2002/4 Seite 46
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1979/1 Seite 29
1979/4 Seite 174
1979/11 Seite 551
1979/5 Seite 1
1980/3 Seite 138
1984/1 Seite 12
1989/12 Seite 675
1999/2 Seite 4
1985/2 Seite 244
1985/5 Seite 245
1984/2 Seite 90
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Videos:
VHS "Wir kommen...!" und "Volle Kraft vorraus!"
DVD beide Filme! Sollte man gesehen haben!
Internet:
Das Unglück der Adolph Bermpohl
Beibootaufnahme
Beibootaufnahme und mehr
Rahlf Modellbautechnik
Foren:
RCline
RC Network
Schiffsmodell.de
Forum Seenot
F
arbfotos, wenn nicht anders angegeben: Burghard Gruszla
Breusing Bilder (C) B.Gruszla, Einstellung ins Internet mit freundlicher Genehmigung des Fördervereins Emden und der DGzRS.
Angaben ohne Gewähr. Quellen Internet, Schiffsmodell (VTH Verlag)...
Wer Interresse an Bilder CD`s, DVD von Modellen der DGzRS , 4 Bilder CD`s der Georg Breusing oder einen DVD Film von der Georg Breusing hat, melde sich bitte per E-Mail : 
Letzte Änderung: 28.05.2011